Die Grundprinzipien meiner Arbeit sind:

Aus meiner Sicht sind diese beiden Grundpfeiler für eine offene, authentische Arbeit auf Augenhöhe essenziell. Wir achten auf die Zeichen des Körpers und die Grenzen, die uns entweder über die Körperreaktionen oder auf emotionaler Ebene gezeigt werden. Somit können wir sicher gehen, dass Dein individuelles Tempo eingehalten wird. Dadurch baut sich auch ein Vertrauen innerhalb Deines Systems auf. Sei es, dass Du die Zeichen Deines Körpers besser deuten lernst oder in der Anteilsarbeit eine Vertrauensebene zwischen Dir und Deinen Teilen entstehen kann. 

Unser Körper und unsere Psyche beeinflussen sich gegenseitig. Erfahrungen existieren nicht nur als Erinnerungen im Geist, sondern werden auch im Körper abgespeichert. Die Sinneseindrücke sind stark an der Bildung der Erinnerungen beteiligt. So kann ein Geruch, Bild, Geräusch oder auch die Struktur eines Stoffes das Tor zu einem vergangenen Erlebnis sein.

Der Körper kann also nicht nur Hinweise auf das geben, was im Inneren passiert, sondern es ist auch wichtig, ihn in der Therapie mit einzubeziehen. Manches findet nur dann eine Lösung, wenn das Muster, das im Körper steckt, erkannt und gelöst werden kann.

Das Ziel ist es, im Körper ein Gefühl von Sicherheit wiederherzustellen und herauszufinden, was dein System braucht, damit dies geschehen kann.

Dies ist auch das Grundprinzip der Arbeit mit Internal Family Systems (IFS). Es bedeutet, dass alle Anteile, die in Dir wohnen, willkommen sind. Manchmal tragen wir Gedanken und Gefühle in uns und trauen uns nicht, diese jemandem anzuvertrauen, weil wir Angst vor einer Bewertung oder Ablehnung haben.  Vielleicht empfinden wir sie auch als zu viel, zu schwer oder zu unmöglich. Ich möchte einen Raum schaffen, in dem diese Angst abgebaut werden kann und Du Dich frei ausdrücken kannst. 

Vielleicht hast Du bereits von dem Begriff Trauma gehört. Aus dem Griechischen übersetzt bedeutet das Wort „Wunde“ und kann im Kontext der Psychotherapie als „seelische Verletzung“ verstanden werden. Im Klartext beschreibt es, dass etwas im Leben der Person geschehen ist, was nicht bewältigt und verarbeitet werden konnte. Dazu können unter anderem Unfälle, Operationen, Erkrankungen, Naturkatastrophen, Gewalterfahrungen jedweder Art, sowie Verlust und Vernachlässigung gehören.

Da es vorkommen kann, dass unter einem bestehenden Problem ein unerkanntes Trauma schlummert, gehe ich in der Therapie sehr behutsam vor. Die Methodik von IFS hilft dabei, da die inneren aufgebauten Schutzmechanismen im Prozess der Arbeit stets geachtet werden und dadurch eine emotionale Überflutung durch eine solche Verwundung vermieden werden.